Im Norden gemäßigt; im Südwesten subtropisch-trockenes, im Südosten subtropisch-feuchtes Klima; Alaska überwiegend subpolar; durchschn. Temp. in New York im Januar 0,7° C, im Juli 24,9° C.      

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Das Kerngebiet der Vereinigten Staaten umfaßt 48 der 50 Bundesstaaten. Es erstreckt sich über den größten Teil Nordamerikas und grenzt im Norden an Kanada, im Süden an Mexiko und den Golf von Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik, Die beiden anderen Bundesstaaten sind Alaska am nordwestlichen Zipfel Nordamerikas und die Inselgruppe Hawaii im Pazifik. Schutzgebiete der USA sind Puerto Rico und die Amerikanischen Jungferninseln, Guam, der amerikanische Teil der Samaoinseln und das Treuhandgebiet der Pazifischen Inseln. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind hinter Kanada, China und Rußland der viertgrößte Flächenstaat und werden nach der Einwohnerzahl nur von Indien, China und Rußland übertroffen. Doch was den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Einfluß angeht, sind die USA die führende Nation der Welt. Diesen Erfolg verdanken sie dem Reichtum ihrer natürlichen Ressourcen, der kulturellen Vielfalt und einem ausgeprägten Nationalbewußtsein.

Erdteil: (Nord-)Amerika

Offizieller Name: United States of Amerika

Staatsführung: Präsident

Regierungsführung: Präsident

Landesfläche: 9,363.520 qkm (Weltrang 4)

Gliederung: 50 Bundesstaaten und Hauptstadtdistrikt

Hauptstadt: Washington

Mitgliedschaft in intern. Organisationen: Arktischer Rat AsDB BIZ CITES EBWE G 8 IaDB IEA ITTO IWC IWF NAFTA NATO NEA OAS OECD UNO WTO Weltbankgruppe

Offizielle Sprache: keine

Staatsreligion: keine

Politisches System: Präsidalrepublik. Verfassung von 1787, letzte Änderung 1992. Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahren. Mehrheitswahlrecht. Zwei-Kammer-Parlament ("Congress") mit Repräsentantenhaus ("House of Representatives", 435 Abgeordnete, Direktwahl alle 2 Jahre) und Senat ("Senate", 100 Mitglieder, je 2 pro Bundesstaat; alle 2 Jahre Wahl eines Drittels der Senatoren für 6 Jahre). Indirekte Wahl des Staatsoberhauptes - einmalige Wiederwahl zulässig - und des Vizepräsidenten durch 538 direkt gewählte Wahlmänner ("electoral college"). Wahltag ist grundsätzlich der Dienstag nach dem ersten Montag im November. Eine Abwahl des Präsidenten ist nicht möglich. Er kann allenfalls vom Kongreß durch ein Amtsenthebungsverfahren ("impeachment") abgesetzt werden. Dazu ist zunächst die einfache Mehrheit des Repräsentantenhauses für eine Anklage und dann eine Zweidrittelmehrheit des Senats für die Absetzung erforderlich. Bislang wurde erst dreimal ein Impeachment-Verfahren gegen US-Präsidenten eingeleitet: 1868 gegen Andrew Johnson der von dem Vorwurf der Amtsanmaßung freigesprochen wurde; 1974 gegen Richard M. Nixon, der einer möglichen Verurteilung wegen seiner Verwicklung in die Watergate-Affäre durch seinen Rücktritt zuvorkam und 1999 gegen Bill Clinton wegen der Lewinsky-Affäre, das jedoch vom Senat abgelehnt wurde. Beim Tod (oder Rücktritt) des Präsidenten avanciert der Vizepräsident zum Staatsoberhaupt und ernennt einen neuen Vizepräsidenten, der vom Kongress bestätigt werden muß. Der Präsident ernennt die Mitglieder des Kabinetts, die - ebenso wie die Leiter hoher Regierungsbehörden, Botschafter und Bundesrichter - vom Senat bestätigt werden müssen.

Währung: 1 Dollar = 100 cents

Bevölkerung: 274 912 000

Bevölkerungsdichte : 28 Menschen je qkm

Religionszugehörigkeit: Christen 85.3% (davon Protestanten 57.9%, Katholiken 21.0%, andere Christen 6.4%); Juden 2.1%; Muslime 1.9%; ohne 8.7%; andere 2.0%.

Größte Städte: New York 7,380,906; Los Angeles 3,553,638; Chicago 2,721,547; Houston 1,744,058; Philadelphia 1,478,002; San Diego 1,171,121; Phoenix 1,159,014; San Antonio 1,067,816; Dallas 1,053,292; Detroit 1,000,272

Internationales Kennzeichen: USA

Nationalfeiertag: 4. Juli (Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahre 1776)

Geographische Lage: 67º W - 172º W / 24º N - 72º N

Geographie: Die USA setzen sich aus fünf typographischen Gebieten zusammen. Im Osten und Südosten, entlang der Atlantik- und Golfküste, steigt eine breite Ebene landeinwärts langsam bis zu den Appalachen an und geht im Westen in die Kordilleren, die Fortsetzung der kanadischen Rocky Mountains, über. Ihr östlicher Zug bildet die Flanke der zentralen Ebene, die westliche verläuft parallel zur Pazifikküste, und zwischen beiden Gebirgskämmen liegt eine Landschaft mit einer abwechlsungsreichen Mischung aus Hochebenen, Talkesseln und niedrigeren Bergketten. Die östliche und südöstliche Küstenebene ist breit und erhebt sich kaum über den Meeresspiegel. Deshalb gibt es hier zahlreiche Sumpfgebiete. Der nördliche Teil liegt fast vollständig unterhalb des Meeresspiegel, nur einige Inseln, vor allem Long Island im Bundesstaat New York und die Halbinsel Cape Cod in Massachusetts ragen aus dem Meer. Im Süden von Long Island verbreitert sich die Ebene und erreicht in den Bundesstaaten an der südlichen Küste ihre größte Ausdehnung. Parallel zur Ostküste verläuft eine fast 1700 km lange Kette von vorgelagerten Inseln und Sandbänken. Im Landesinneren ist das Meer in die Unterläufe vieler Flüsse eingedrungen, wodurch sich große Buchten, wie z.B. die Chesapeake Bay an der Küste Virginias gebildet haben. Dagegen spült der Mississippi große Mengen von Schwemmsand an und schuf so das breite Delta bei New Orleans. Im Bundesstaat Florida erhob sich ein Teil des Kontinentalsschelfes vor der Küste und bildete eine lange, flache, sumpfige Halbinsel. Als Begrenzung der Küstenebene am Atlantik verlaufen in südwestlicher Richtung, parallel zur Küste, die Appalachen, die sich von Kanada bis ins nordöstliche Alabama erstrecken. Sie bilden eine größtenteils niedrige, aber fast ununterbrochene Gebirgskette, die vor allem mit Laubwäldern bewachsen ist. Wendet man sich Richtung Südosten, so erheben sich hier steil die Blue Ridge Mountains über die Hügellandschaft des Piedmont, das einst ein äußerst produktives Landwirtschaftsgebiet war. Westlich der Appalachen befindet sich ein riesiges Kontinentalbecken, das bis zu 2500 km breit ist. Es erstreckt sich von der kanadischen Grenze und den Großen Seen südwärts bis zu den Küstenebenen am Golf von Mexiko. Die großen Flußsysteme von Mississippi/Missouri und Ojio nehmen das Wasser aus dem gesamten Gebiet auf.

Klima: Die großen Ausmaße des Landes bedingen, daß sich die USA klimatisch von den Randtropen in Florida bis zum Polarbereich in Alaska erstrecken. In 5 Klimazonen kann man die USA unterteilen: Kalte Winter und warme Sommer sowie starke gleichmäßig über das ganze Jahr verteilte Niederschläge findet man am Atlantischen Ozean excl. Golfküste und in Florida. In New York und Washington, D.C. gibt es im Sommer eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ein regenreicher Herbst, heiße Sommer und meist sehr milde Winter kennzeichnen das Golfgebiet. Die Großen Ebenen (die Prärien) liegen hoch, westlich vom 100. Grad westl. Länge und sind trocken und haben starke Temperaturgegensätze.
Ebenfalls trocken sind die Plateau- und Gebirgszonen, aber mit kräftigen wechselnden Temperaturen und Niederschlagsmengen je nach Höhenlage. Hier im Süden findet man den heißesten und trockensten Teil der USA. Ozeanisches Klima charakterisiert den pazifischen Küstensaum mit wenigem Temperaturgefälle von Norden nach Süden. Während im Winter die Niederschläge fallen, ist der Sommer in Kalifornien meist regenlos. Beste Reisezeit: Die günstigste Reisezeit ist der Herbst (Indianersommer) von September bis November. Im Winter auch Florida und das ganze Jahr über ist es angenehm in Kalifornien und Hawaii

Zeitzone: MEZ -.6 Std. (New York) bzw. -.9 Std. (Kalifornien) bzw. -.10 Std. (Alaska) bzw. -.11 Std. (Hawaii). In den USA gilt vom ersten Sonntag im April bis zum letzten Sonntag im Oktober die Daylight Saving Time, d.h. die Uhr wird um 1 Stunde vorgestellt. Weil auch in Europa für den größten Teil dieses Zeitraums Sommerzeit gilt, immer gleicher Zeitunterschied erhalten (nur für wenige Tage im März/April ist der Zeitunterschied z.B. in New York - 7 Std. bzw. im Oktober - 5 Std.).