Gemäßigtes Seeklima mit milden Wintern und nach Norden hin zunehmend kühlen Sommern, von West nach Ost abnehmende Niederschläge; durchschn. Jahrestemp. in London 10,7° C; Durchschnittstemp. im Juli 17,7° C, im Jan. 4,3° C.      

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Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland liegt vor der atlantischen Nordküste Europas und bildet eine Union aus England, Schottland und Wales mit den sechs Grafschaften Nordirlands.

Erdteil: (West-)Europa

Offizieller Name: United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland

Ländername: Großbritannien heißt der Staat seit dem 18. Jahrhundert. Die Bezeichnung Britannia ist jedoch weitaus älter. Schon die Gallier und Römer nannten die keltischen Bewohner der Inseln Britanni, abgeleitet vom keltischen brith, was soviel wie buntfarbig oder gefleckt bedeutet - bei den Inselbewohnern war es Sitte, ihre Körper bunt zu bemalen.

Regierungsführung: Premierminister

Politisches System: Parlamentarisch-demokratische Erbmonarchie des Hauses Windsor. Keine geschriebene Verfassung. Die Verfassungsordnung beruht auf ungeschriebenem Recht und auf einzelnen Gesetzen, darunter der Magna Charta von 1215 und der Habeas-Corpus-Akte von 1679. Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahre. Zweikammer-Parlament: Unterhaus mit 659 direkt gewählten Mitgliedern. Neuwahlen spätestens nach 5 Jahren; der Termin wird von der Regierung festgelegt. England stellt 529 Abgeordnete, Schottland 72, Wales 40 und Nordirland 18. Oberhaus mit 1223 Mitgliedern, darunter 763 Träger erblicher Adelstitel sowie 26 anglikanischer Bischöfe. Es kann Gesetze einbringen und im Unterhaus erlassene Gesetze bis zu einem Jahr blockieren.

Landesfläche: 244.100 qkm (Weltrang 76)

Gliederung: 54 Counties, 26 Districte, 12 Regionen

Hauptstadt: London

Mitgliedschaft in intern. Organisationen: AsDB BIZ CITES Commonwealth EBWE EIB EU Europarat G 8 IaDB IEA INK ITTO IWC IWF NATO NEA OECD OPANAL UNO WEU WTO Weltbankgruppe

Offizielle Sprache: Englisch

Währung: 1 Pfund = 100 Pence

Bevölkerung: 59 200 000

Bevölkerungsdichte : 243,7 Menschen je qkm

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Weiße 93.7%; Inder 1.8%; Pakistaner 1.4%; Schwarze 1.4%; andere 1.6%

Religionszugehörigkeit: Christen 65.9%; Muslime 2.6%; Hindus 0.6%; Sikhs 0.5%; Juden 0.5%; andere/ohne 29.9%

Größte Städte: London 7,007,100; Birmingham 1,017,500; Leeds 725,000; Glasgow 674,800; Sheffield 528,500; Bradford 482,700; Liverpool 470,800; Edinburgh 447,600; Manchester 432,600; Bristol 400,700

Internationales Kennzeichen: GB

Nationalfeiertag: 2. Samstag im Juni (Queen's Birthday); England: 23. April (Hl. Georg); Schottland: 30. November (Hl. Andreas); Wales: 1. März (Hl. David)

Geographische Lage: 2º O - 8º W / 49º N - 62º N

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Ben Nevis 1344 m; tiefster Punkt --> Holme Fen (The Fens) 3 m; längster Fluß --> Themse 340 km

Geographie: Die britischen Inseln sind durch eine Vielfalt von Landschaften und geologischen Formationen geprägt. In Süd- und Mittelengland herrscht eine sanfte Hügellandschaft vor, das nördliche England, Schottland, Wales und Nordirland sind vielfach bergig und zerklüftet. Schottland und seine vorgelagerten Inseln - die äußeren Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln - bilden den nördlichsten Teil Großbritanniens. das schottische Festland unterteilt sich in die nördlich gelegenen Highlands, die Lowlands in Mittelschottland und die Southern Uplands im Süden. Die höchste Erhebung der britischen Inseln ist der Ben Nevis in den Cairngorm Mountains. Die Cheviot Hills im Süden Schottlands bilden eine natürliche Grenze nach England. Südlich der Cheviots beginnt die Gebirgskette der Pennien, die sich bis nach Mittelengland erstreckt. Im Nordwesten liegen die Cambrian Mountains und der Lake-District, im Nordosten finden sich die Moore von Nord Yorkshire. Südlich der Penninen verwandelt sich Mittelengland in eine Hügellandschaft, die nach Osten hin flacher wird. Der längste Fluß Großbritanniens, die Themse, entspringt in den Cotswold Hills des südlichen Mittelenglands und fließt südöstlich nach London, wo sie in die Nordsee mündet. Wales, das westlich an Mittelengland anschließt, grenzt nördlich an die Irische See, westlich an den St.-George-Kanal und südlich an den Bristol-Kanal. Die Cambrian Mountains bedecken einen großen Teil der Landesmitte. Der zweitlängste Fluß, der Severn, entspringt hier und mündet in den Bristol-Kanal. Jenseits der Irischen See liegt die Insel Irland. Die Republik Irland bedeckt etwa fünf Sechstel des Territoriums, der Rest gehört zu den britischen Provinzen von Nordirland im Nordosten der Insel. Nördlich der nordischen Hauptstadt Belfast erheben sich diue Berge von Antrim, deren eindrucksvolle Kreide- und Basaltklippen den Nordkanal zwischen Irland und Schottland säumen.

Klima: Trotz der zum Teil nördlichen Lage ist das Klima recht mild. Die warmen Luftmassen des Golfstromes und aus Westafrika stoßen häufig auf feuchtkalte isländische und arktische Strömungen und erzeugen die Wetterturbulenzen und häufige Regenfälle. Die westschottischen Berge sind im Winter schneebedeckt, während Nordirland feucht, aber schneearm ist. In Wales gibt es kühle Sommer und milde Winter, in Höhenlagen starke Niederschläge. Südengland hat die höchsten Sommertemperaturen und zugleich die höchsten Temperaturschwankungen. Im Winter sinkt das Thermometer oft unter 0 Grad.

Flora/Fauna: Vor 5000 Jahren war Großbritannien von dichten Laubmischwäldern bedeckt, von denen heute nur noch Reste vorhanden sind. weite Moorlandschaften überziehen Teile von Schottland, Nordirland und Wales sowie die Höhenlagen von Nordengland. Die Mehrzahl der Wälder mußten dem Acker- und Weideland weichen; mit Hilfe von Aufforstungsprogrammen werden jedoch neue Anpflanzungen vorgenommen. Große Säugetiere sind durch Jagd oder Zerstörung ihrer Lebensräume ausgerottet worden. Davon ausgenommen ist der Rothirsch, der in den schottischen Highlands überlebt. Von den kleineren Säugern findet man den Rotfuchs, den Dachs, den Fischotter und das Wiesel. Hunderte von Vogelarten leben auf den Inseln und in den Gewässern gibt es zahlreiche Süßwasserfische.

Zeitzone: MEZ -1,0 Stunde(n)