Kontinentales Klima mit wenig Niederschlag und großen Temperaturgegensätzen; extrem kalte Winter, v.a. im nordöstlichen Sibirien; überwiegend warme, im Süden heiße Sommer; durchschn. Temp. in Moskau im Januar -10° C, im Juli 18° C.      

Fotogalerie

Russland ist der flächenmäßig größte Staat der Erde und erstreckt sich über die Hälfte des Erdballs. Im Westen grenzt Russland an Finnland, Norwegen, Estland, Lettland und Weißrußland. Die wesentlich längere Südgrenze reicht bis nach Zentralasien und verläuft von der Ukraine über Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan, die Mongolei und China bis nach Nordkorea. Im Norden liegt die Barentsee und die Ostsibirische See, im Osten das Ochotskische und im Südosten das Japanische Meer. Außerdem gibt es einen schmalen Zugang zum Finnischen Meerbusen sowie weitere Seegrenzen zum Schwarzen und zum Kaspischen Meer im Südwesten Russlands.

Erdteil: (Ost-)Europa

Offizieller Name: Rossiyskaya Federatsiya (Russian Federation)

Landesname: Der Landesname entwickelte sich wahrscheinlich aus dem Wort Rus, das die mittelalterlichen Reiche bezeichnete wie beispielsweise die Kiewer Rus.

Staatsführung: Präsident

Regierungsführung: Premierminister

Politisches System: In der Russischen Föderation sind 21 Republiken der 1991 untergegangenen Sowjetunion zusammengefaßt: Tschetschenien und Tatarstan haben den Föderationsvertrag nicht unterschrieben, die Tataren haben aber anerkannt, daß ihre Republik Teil der Russischen Föderation ist. Föderative demokratische Republik mit Verfassung von 1993. Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahre. Besonders große Exekutive Macht des Präsidenten, der zugleich auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Er wird jeweils für 4 Jahre direkt gewählt, ernennt den Ministerpräsidenten, die wichtigsten Minister und kann Dekrete mit Gesetzeskraft erlassen. Zwei-Kammern-Parlament mit Staatsduma (450 Abgeordnete, für 4 Jahre direkt gewählt) und Föderationsrat (178 Abgeordnete, jeweils 2 Vertreter pro Territorium, benannt für 4 Jahre).

Landesfläche: 17 Millionen qkm (Weltrang 1)

Gliederung: 89 Föderationssubjekte

Hauptstadt: Moskau

Mitgliedschaft in intern. Organisationen: Arktischer Rat BIZ CITES Europarat G 8 GUS HELCOM ITTO IWC IWF UNO Weltbankgruppe

Offizielle Sprache: Russisch

Staatsreligion: keine

Währung: 1 Rubel = 100 kopeken

Bevölkerung: 145 200 000

Bevölkerungsdichte : 8,5 Menschen je qkm

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Russen 81.5%; Tataren 3.8%; Ukrainer 3.0%; Chuvash 1.2%; Bashkir 1.0%; Belorussen 0.8%; Mordovian 0.7%; Chechen 0.6%; andere 7.4%

Religionszugehörigkeit: Russisch-Orthodoxe 16.3%; Muslime 10.0%; Protestanten 0.9%; Juden 0.4%; Katholiken 0.3%; andere (meist ohne) 72.1%

Größte Städte: Moskau 8,400,000; St. Petersburg 4,200,000; Nizhny Novgorod 1,400,000; Novosibirsk 1,400,000; Yekaterinburg 1,300,000; Samara 1,200,000; Omsk 1,200,000; Chelyabinsk 1,100,000; Kazan 1,100,000; Ufa 1,100,000; Perm 1,000,000; Rostov-na-Donu 1,000,000

Internationales Kennzeichen: RUS

Nationalfeiertag: 9. Mai (Tag des Sieges über den Faschismus im Jahre 1945); 12. Juni (Tag des Freien Russlands); 22. August (Tag der Staatsflagge); 7. und 8.November (Tage der Revolution); 12. Dezember (Tag der Verfassung)

Geographische Lage: 19º O - 169º O / 48º N - 81º N

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Elbrus 5633 m; längster Fluß --> Jenissej 5870 km.

Geographie: Russland läßt sich in fünf Großlandschaften auffächern: Osteuropäisches Tiefland, das sich von Russlands Westgrenzen bis zum Ural ausdehnt; Ural; Westsibirisches Tiefland, das zwischen dem Ural und dem Jenissej liegt; Mittelsibirisches Bergland, das sich zwischen den Flüssen Jenissej und Lena ausbreitet und Ostsibirisches Bergland. Das Osteuropäische Tiefland nimmt die größte Fläche des europäischen Teils von Russland ein. Im äußersten Süden reicht es an den Kaukasus heran, der die südliche Landesgrenze zu Georgien und Aserbaidschan bildet. Von hier aus verläuft das Tiefland in einem breiten Streifen nordwärts nach Karelinen, weiter zur Halbinsel Kola bis zur Barentssee. Im Zentrum des Tieflandes, westlich von Moskau, liegt die Waldai-Höhe mit den Quellgebieten der Wolga, des Dnjepr und der Westlichen Dwina. Es stößt schließlich an die natürliche östliche Gebirgsgrenze, den Ural, der Europa von Asien trennt. Östlich des Ural schließt das Westsibirische Tiefland mit weitläufigen Sumpflandschaften von etwa 2,5 Millionen qkm Ausdehnung an, durch das die beiden großen Flüsse Ob und Jenissej fließen. Das Mittelsibirische Bergland erstreckt sich von Jenissej bis zur unteren Lena und ist durch ausgedehnte, zergliederte Hochlandgebiete geprägt. Im Osten erreicht es das Mitteljakutische Tiefland, das von den Flußbecken der Lena und Wiljui begrenzt wird. Im Norden fällt das Bergland zur sumpfigen Taimyrsenke hin ab, um dann wieder zum Byrranga-Gebirge auf der Taimyr-Halbinsel über die arktische Küstenlinie aufzusteigen. Vor der Küste liegen die zerklüfteten, rauhen Inseln von Sewernaja Semlja. Gebirgsketten markieren die südliche Grenze des Mittelsibirischen Berglandes. im äußersten Westen beginnen sie mit dem Altai-Gebirge, das ganzjährig schneebedeckt ist, dem der Westliche und Östliche Sajan und die Gebirgslandschaft Transbaikaliens folgen. Nordöstlich des Ostsajan-Gebirges liegt der mit 1620 m tiefste Binnensee der Erde - der Baikalsee. Östlich des Baikalsees und südlich der Lena fächert sich das Ostsibirische Gebirgsland in mehrere Gebirgsketten auf und zieht einen Bogen durch Südostsibirien bis zur Nordwestküste des Ochotskischen Meeres. Weiter im Südosten wendet sich das Hochland von Sichote-Alin dem Japanischen Meer zu. Über Nordostsibirien erheben sich das Werchojansk-, das Tscherskij- und das Kolyma-Gebirge, die alle über 3000m Höhe erreichen. Im Nordosten liegt die bergige Tschuktzschen-Halbinsel am Bering-Meer gegenüber von Alaska. Am nordöstlichen Ende Russlands erstreckt sich das Korjakern-Gebirge bis zu den Bergrücken der Halbinsel Kamtschatka, die das Bering-Meer im Osten vom Ochotskischen Meer im Westen trennt. Ein Gebirgszug verläuft Richtung Südwesten über die Kurilen bis nach Nordjapan, der andere zieht weitere nach Norden über die Insel Sachalin im Ochotskischen Meer, die schon unter dem Zaren und später dem Sowjetregime als Strafkolonie diente. Die gesamte Region ist erdbebengefährdet und besitzt auch aktive Vulkane.

Klima: Russland erstreckt sich über mehrere Klimazonen, doch im allgemeinen herrscht Kontinentalklima vor. Eine Ausnahme bilden die Schwarz-Meer-Küste mit gemäßigt-subtropischen und das ferne Wladiwostok mit polarem Klima.

Flora/Fauna: In den nördlichen Küstengebieten bestimmt die Tundra mit ihrem Moosen, Flechten und Gräsern das Landschaftsbild. Weiter südlich geht sie dann in die ausgedehnten Waldgebiete der Taiga über. Zwischen Tundra und Taiga bedecken vor allem Lärchen- im Osten und Buchen- und Fichtenwälder im Westen das Land. In den zentralen Teilen der Osteuropäischen Tiefebene und in großen Teilen Südostrusslands bestehen die Waldgebiete vor allem aus Mischwald. Die südlichen Teile des Osteuropäischen Tieflands und des Westsibirischen Berglands nehmen Waldsteppen ein. Die russische Nordküste ist der ideale Lebensraum für Polarbären, Robben, Walrosse und Seevögel. In der Tundra sind Polarfüchse, Eulen, Schneehasen und Lemminge beheimatet. In den Sommermonaten wandern von Süden her Rentierherden und Wölfe ein. In den Wäldern ist die Tierwelt noch vielfältiger: in der nördlichen Taiga sind Elche, Rentiere, Wölfe, Bären, Zobel, Eichhörnchen, Fuchs und Vielfraß vertreten. In den südlicheren Wäldern leben Wildschweine, Nerze und Hirsche. In der fernöstlichen Region Primorski kommen die seltenen Ussuritiger vor. Die Steppen bieten Steppenlemmingen und -murmeltieren, Hamstern, dem Ziesel sowie dem Iltis und Steppenfuchs Lebensraum. Zur Vogelwelt gehören u.a. die Falken, Kraniche und Adler. Im Kaukasus trifft man auf viele mediterrane Tierarten, darunter Reptilien, Echsen und Luchse.

Zeitzone: MEZ +1,0 bis +11,0 Stunde(n)