Gemäßigtes Seeklima mit kühlen Sommern und milden Wintern; durchschn. Temp. in Amsterdam im Jan. 1,7° C, Im Juli 17° C.      

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Die kleinen dichtbesiedelten Niederlande kennzeichnen sowohl eine überwiegend flache Landschaftsstruktur - etwa ein Drittel der Landesfläche liegt unter dem Meeresspiegel - als auch große Landgebiete, die dem Meer abgerungen wurden. Das Land grenzt im Westen und Norden an die Nordsee, im Osten an Deutschland und im Süden an Belgien. Die drei großen europäischen Flüsse Schelde, Maas und Rhein fließen hier in die Nordsee.

Erdteil: (West-)Europa

Offizieller Name: Koninkrijk der Nederlanden (Kingdom of The Netherlands)

Staatsführung: König

Regierungsführung: Premierminister

Politisches System: Königreich unter Einschluß der Insel Aruba und der Niederländischen Antillen. Konstitutionelle Erbmonarchie. Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahren, parlamentarisches Regierungssystem und Volksvertretung in den "Generalstaaten" mit zwei Kammern: 75 Abgeordnete auf 4 Jahre indirekt gewählt von den Provinzialparlamenten. Zweite Kammer: 150 Mitglieder auf 4 Jahre vom Volk gewählt und politisch bedeutender. Der Regierungschef wird vom Monarchen ernannt. Der Staatsrat (max. 28 Mitglieder) hat beratende Funktionen, die Mitglieder werden vom Monarchen, der zugleich dessen Präsident ist, auf Lebenszeit berufen.

Landesfläche: 41.500 qkm (Weltrang 131)

Gliederung: 12 Provinzen

Hauptstadt: Amsterdam

Mitgliedschaft in intern. Organisationen: Antarktisvertrag AsDB BENELUX BIZ CITES EBWE EIB EU Europarat IaDB IEA INK ITTO IWC IWF NATO NEA OECD Schengener Abk. UNO WEU WTO Weltbankgruppe

Offizielle Sprache: Holländisch

Staatsreligion: keine

Währung: 1 Gulden = 100 cents

Bevölkerung: 15 740 000

Bevölkerungsdichte : 421,3 Menschen je qkm

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Niederländer 95.3%; Türken 1.0%; Marokkaner 1.0%; Deutsche 0.3%; andere 2.4%

Religionszugehörigkeit: Katholiken 33.0%; Reformierte Kirche 14.0%; Kalvinisten 7.0%; Muslime 4.1%; Hindus 0.5%; andere 2.4%; ohne 39.0%

Größte Städte: Amsterdam 718,119; Rotterdam 592,745; The Hague 442,503; Utrecht 234,254; Eindhoven 197,374

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Vaalserberg 321 m; tiefster Punkt --> -7 m; längste Flüsse --> Rhein (Teil) 1320 km und Maas (Teil) 930 km.

Geographie: Vor der niederländischen Nordküste liegen in einem weiten Bogen die Westfriesischen Inseln. Sie werden von Dünen und Sandbänken am äußeren Rand des Wattenmeers gebildet, einem flachen Salzwasserstreifen zwischen den Inseln und dem Festland. Das Wattenmeer wird vom süßwasserhaltigen Ijseelmeer durch einen breiten, 32 km langen Deich getrennt. Dieser Deich ist die erste Stufe eines Schutzsystems, das bereits um 1891 entwickelt wurde, um der damaligen Zuidersee Land abzuringen und Nordholland mit der nordwestlichen Provinz Friesland zu verbinden. Gleichzeitig mit dem Deich wurde das flache Wieringermeer im Südwesten trockengelegt. Damit entstand der erste von vier großen Poldern, die heute ein Gebiet von über 2000 qkm einnehmen. Die Kultivierung der westlichen Provinzen von Nord- und Südholland erfolgte schon früher. In der südwestlichen Provinz Zeeland bilden der Rhein, die Schelde und die Maas ein Delta aus Mündungen und Inseln, bevor sie in die Nordsee münden. Nasch der verheerenden Flutkatastophe von 1953 wurden die meisten Mündungs- und Meeresarme durch ein 32 km langes Deichsystem gesichert. Landeinwärts weichen im Norden die löshaltigen niedrig gelegenen Gebiete den sandigen Böden im östlichen, südlichen und im zentralen Teil der Niederlande. In der südlichen Provinz Limburg erhebt sich ein Kreideplateaus zum Vaalserberg, dem höchsten Punkt der Niederlande.

Klima: Das Klima ist ausgesprochen ozeanisch mit relativ kühlen Sommern und milden feuchten Wintern. Nordwinde können im Frühjahre besonders im Norden und Osten des Landes kalte Temperaturen verursachen. Es regnet häufig und die Niederschläge sind gleichmäßig übers Jahr verteilt.

Fauna/Flora: Im Vergleich zu prähistorischen Zeiten gibt es heute in den Niederlanden kaum noch Wälder und Marschland. Sowohl die Eichen- und Buchenwälder in den östlichen Gebieten als auch die großen Nadel- und Laubwälder im zentralen Hügelland Velewu wurden angepflanzt. Große Teile der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden von kommerziellen Baumschulen genutzt. Das Wattenmeer im Norden mit seinen Sanddünen, Schlammflächen und Marschen ist das bedeutendste Feuchtgebiet Westeuropas, im dem einheimische und auch Zugvögel nisten, Fische und Schalentiere leben. Strandhafer und andere Gräser bedecken die Dünen an der Küste, während in den von den Gezeiten abhängigen Schlammflächen salzwasserresistente Pflanzen wachsen. Die Gewässer der Polder bieten Fischottern einen idealen Lebensraum.

Zeitzone: MEZ