Mittelmeerklima, in der Po-Ebene feucht-gemäßigt; durchschn. Temp. in Rom im Januar 6,9° C, im Juli 24,7° C.      

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Italien ist nach Griechenland das Land mit der ältesten Geschichte in Europa. erlangte aber erst sehr spät die staatliche Einheit. Italien grenzt an Frankreich, der Schweiz, Österreich, Slowenien und Kroatien.

Erdteil: (Süd-)Europa

Offizieller Name: Repubblica Italiana (Italian Republic)

Landesname: Der Landesnamen entwickelte sich aus dem Begriff Italiker, unter dem in römischer Zeit die Völker der Apeninenhalbinsel zusammengefaßt wurden.

Staatsführung: Präsident

Regierungsführung: Premierminister

Politisches System: Republik seit 1948, Verfassung von 1848. Wahlrecht ab 18 Jahren. alle 5 Jahre Wahl des Zwei-Kammer-Parlaments: Abgeordnetenhaus ("Camera dei Deputati") mit 630, Senat ("Senato della Repubblica") mit 325 Mitgliedern, davon 315 direkt gewählt. 10 Senatoren auf Lebenszeit. Beide Kammern sind gleichberechtigt, es gibt keinen Vermittlungsausschuß, so daß Gesetzesentwürfe endlos lange diskutiert werden können. Das Staatsoberhaupt, alle 7 Jahre durch ein Wahlmännerkollegium gewählt, hat das Recht, das Parlament aufzulösen.

Landesfläche: 301.268 qkm (Weltrang 22)

Gliederung: 20 Regionen, 95 Provinzen (eine Auflistung finden Sie hier)

Hauptstadt: Rom

Mitgliedschaft in intern. Organisationen: Antarktisvertrag AsDB BIZ CEI CITES EBWE EIB EU Europarat G 8 IaDB IEA ITTO IWF NATO NEA OECD Schengener Abk. UNO WEU Weltbankgruppe

Offizielle Sprache: Italienisch

Staatsreligion: keine

Währung: 1 Lira = centisimi

Bevölkerung: 57 340 000

Bevölkerungsdichte : 190,3 Menschen je qkm

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Italiener 94.1%; Sardinier 2.7%; andere 3.2%

Religionszugehörigkeit: Katholiken 83.2%; ohne 13.6%; Atheisten 2.6%; andere 0.6%

Größte Städte: Rom 2,654,187; Milan 1,306,494; Neapel 1,050,234; Turin 923,106; Palermo 689,301; Genua 659,116; Bologna 386,491; Florenz 383,594; Catania 341,623; Bari 336,560; Venedig 298,915

Internationales Kennzeichen: I

Nationalfeiertag: 25. April (Tag der Befreiung); 1. Sonntag im Juni (Gründungstag der Republik im Jahre 1946)

Geographische Lage: 8º O - 19º O / 36º N - 47º N

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Mont Blanc 4807 m; längster Fluß --> Po 620 km; größter See --> Gardasee 370 qkm.

Geographie: Im Norden trennen die Alpen Italien von Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien. Südwärts, jenseits der weiten, fruchtbaren Nordebene, erstrecken sich die Apenninen von den Alpen im Nordwesten bis zur "Stiefelspitze" nach Kalabrien und bilden das Rückgrat der Halbinsel. einen ganz eigenen Charakter weisen die Inseln Sizilien im Süden und Sardinien im Westen auf. Die westlichen und zentralen Alpen erreichen mit dem Mont Blanc an der französischen Grenze und dem Mont Rosa (4634 m) an der Schweizer Grenze ihre höchsten Erhebungen. die schönen norditalienischen Alpenrandseen wie der Lago Magiore, der Comer See, Iseo- und Gardasee entstanden, als das Wasser der geschmolzenen Gletscher die Täler des Alpenvorlandes füllte. Nordöstlich des Gardasees erheben sich die zerklüfteten Kalksteingipfel der Dolomiten als Teil der Ostalpen bei Marmolada bis zu einer Höhe von 3342 m. Die Böden der norditalienischen Ebene (Schwemmland) sind sehr fruchtbar. Dieser Landstrich ist mehr als 320 km lang und bis zu 200 km breit. Über die Hälfte des Gebietes durchzieht der Po. Der ausgedehnte Gebirgsrücken der Appeninen schließt an die westlich vorgelagerten Ligurischen Alpen an und reicht bis zur Nordwestküste der italienischen Riviera, schwenkt in einem Bogen über die Halbinsel und erreicht seinen höchsten Punkt im zerklüfteten Kalkmassiv des Gran Sasso d'Italia nordöstlich von Rom. Auf der Westseite durchfließen der Arno und der Tiber die anschließende Beckenlandschaft. Im Osten formen zahlreiche Flüsse eine Landschaft parallel verlaufender Bergrücken und Täler, die auf eine schmale Küstenebene hin zulaufen. Südöstlich richtet sich die Kalktafel Apuliens mit dem Kalksporn des Monte Gargano auf. Tief im Süden trennt der Golf von Taranto den "Absatz" von der "Zehenspitze" des italienischen "Stiefels". Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße von Messina liegt Sizilien, die größte Insel des Mittelmeers. Die Landschaft ist gebirgig und die höchsten Erhebungen liegen im Norden. Die Ostseite beherrscht der aktive Vulkan Ätna. Das Gebiet ist aufgrund der Lage Italiens zwischen der eurasischen und afrikanischen tektonischen Platte erdbebengefährdet. Weitere Vulkane der Region sind der Stromboli und der Vulcano auf den Liparischen Inseln nördlich von Sizilien sowie der Vesuv bei Neapel, dessen Ausbruch im Jahr 79 vor Christi die Stadt Pompejy völlig zerstörte. In den Phlegräischen Feldern treten vulkanische Gase aus. Vulkanisch aktiv sind auch die Hochländer zwischen Monte Amiata und den Albanbergen in der Nähe von Rom: bei Viterbo gibt es Schlammquellen, und die Kraterseen Bolsena und Nemi sind ebenfalls vulkanischen Ursprungs. Thermalquellen finden sich im Norden und in den Euganesischen Hügeln unweit von Padua. Im gesamten Gebiet treten gelegentlich schwere Erdbeben auf. Im Norden und Osten der Insel Sardinien ragen raue und ältere Gebirge auf, mehr als es sie auf dem Festland gibt; im Westen der Insel brachten frühere Vulkanausbrüche Basalttafeln hervor.

Klima: In den Alpen sind die Wintermonate gewöhnlich kalt und schneereich, während die Sommer kurz und kühl sind. Die Temperaturen schwanken erheblich. Niedrige Temperaturen an den höher gelegenen Hängen wechseln mit Temperaturanstieg durch intensive Sonneneinstrahlung.

Flora/Fauna: Wie große Teile Europas war auch das Italienische Tiefland früher dicht bewaldet, aber nach 2200 Jahren intensiver landwirtschaftlicher Nutzung blieb in den nördlichen Ebenen kaum etwas von der ursprünglichen Vegetation erhalten. Nutzpflanzen beherrschen die Landschaft und selbst die Pappeln an den Flußufern wurden angepflanzt. Weiter im Süden überwucherte dichtes Strauchwerk aromatischer Pflanzen brachliegendes Ackerland oder aus steinigen gebieten wurden Heidelandschaften mit niedrigem Buschwerk und blühenden einjährigen Pflanzen. In einigen Gebieten, z.B. in Kalabrien, entstand eine wüstenähnliche Landschaft. In den den Apenninen wachsen Eichen, Kastanien und Buchen. Auf der Westseite des Gebirges und auf Sardinien finden sich an den unteren Berghängen bis 600 m immergrüne Wälder. In den Alpen halten sich nur wenige Pflanzen oberhalb 2250 m. aufgrund forstwirtschaftlicher Nutzung blieb ein Eichen- und Süßkastanienbestand auch in den Vorgebirgen erhalten. Rund um die Seen wachsen Oliven-, Lorbeerbäume und Zypressen. Über Jahrhunderte betriebene Jagd und dichte Besiedlung führten zu einem enormen Rückgang der Tierwelt. Die Alpen bieten jedoch noch heute Hermelin, Alpen-Hasen und Rebhühnern eine sichere Zuflucht. Zu den größeren Säugetieren gehören Steinböcke, die immer seltener werdenden Braunbären, Gämsen und Rotwild. Im Süden des Landes leben Füchse und in den Appeninen auch Wölfe. Auf Sardinien sind neben Damhirschen auch Mufflons und Wildschweine beheimatet. Zu den reichen Fischbeständen in den Küstengewässern gehören Thunfisch, Schwertfisch und Haie. Die Umweltverschmutzung der Gewässer stellt ein ernstes Problem dar. Sowohl an der Mittelmeer- als auch an der Adriaküste führte ein verstärktes Algenwachstum zum Absterben vieler Lebensformen im Meer. Dieses Wachstumsphänomen wurde durch chemische Rückstände aus der Industrie und Landwirtschaft, die ins Meer gespült wurden, extrem begünstigt. Die Algen entzogen dem Wasser Sauerstoff, wodurch ein gewaltiges Fischsterben einsetzte. Zugleich wurden die Strände von übel riechendem Schlick verunreinigt. Mit dem Bau neuer Kläranlagen in den 90er-Jahren begann sich die Situation zu bessern.

Zeitzone: MEZ