Tropisch feucht-heißes Monsunklima mit ganzjährigen Niederschlägen im Westen, nach Osten hin bis zu mehrmonatige Trockenzeiten zwischen Mai und Oktober; ausgeprägte Klimaunterschiede auf relativ kurze Entfernungen möglich (abhängig von Höhenlagen und Exposition zu regenbringenden Monsunwinden); Durchschnittstemp. in Jakarta ganzjährig 27° C.

 

     

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Die Republik Indonesien bildet eine lange aus Inseln bestehende Brücke zwischen den Kontinenten Asien und Australien. Der Archipel umfaßt mehr als 13.677 Inseln und erstreckt sich von Sumatra im Westen über 5100 km bis nach Irian Jaya im Osten, vor Australiens Nordküste. Zwei der größeren Inseln teilt Indonesien mit anderen Ländern: der nördliche Küstenabschnitt von Borneo gehört zu Malaysia und die Osthälfte von Neuguinea zu Papua-Neuguinea. Osttimor wurde von Indonesien brutal okkupiert, nachdem es 1975 von Portugal seine Unabhängigkeit erhalten hatte.

Erdteil: (Südost-)Asien

Offizieller Name: Republik Indonesia

Staatsführung: Präsident

Regierungsführung: Präsident

Politisches System: Präsidialrepublik seit 1945. Verbindlich für die politische Arbeit sind die fünf Grundprinzipien in der Verfassung: Glaube an den Einen Gott, Humanität, Einheit Indonesiens, Demokratie durch Zustimmung der Repräsentanten nach allgemeiner Beratung und soziale Gerechtigkeit. Parlament: Repräsentantenhaus mit 500 Mitgliedern (425 alle 5 Jahre gewählt, 75 vom Präsidenten ernannt, für Militär reserviert); daneben die Beratende Volksversammlung mit 1000 Mitgliedern, davon 500 Vertreter des Repräsentantenhauses, 147 regionale Vertreter, 235 Entsandte politischer Organisationen und des Militärs sowie 100 andere; außerdem ein Oberster Beratender Rat aus Parteipolitikern, funktionalen Gruppen und wichtigen Personen des öffentlichen Lebens.

Landesfläche: 1,91 Millionen qkm (Weltrang 15)

Gliederung: 27 Provinzen

Hauptstadt: Jakarta

Mitgliedschaft in intern. Organisationen: ASEAN AsDB CITES D 8 IsDB ITTO IWF UNO WTO Weltbankgruppe

Offizielle Sprache: Indonesisch

Staatsreligion: Monotheismus

Währung: 1 Rupiah = 100 sen

Bevölkerung: 209 255 000

Bevölkerungsdichte: 109,9 Menschen je qkm

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Javanesen 39.4%; Sudanesen 15.8%; Indonesier 12.1%; Madurese 4.3%; Minang 2.4%; andere 26.0%.

Religionszugehörigkeit: Muslime 87.2%; Christen 9.6%; Hindus 1.8%; Buddhisten 1.0%; andere 0.4%

Größte Städte: Jakarta 8,259,266; Surabaya 2,421,016; Bandung 2,026,893

Internationales Kennzeichen: RI

Nationalfeiertag: 17. August (Tag der Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1945)

Geographische Lage: 94º O - 141º O / 11º S - 6º N

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Puncak Jaya 5029 m; längster Fluß --> Barito 885 km; größter See --> Tobasee 1775 qkm.

Geographie: Indonesien liegt an einem Schnittpunkt, an dem drei große Teile der Erdkruste aufeinander stoßen. Die Tierwelt der Inseln wird durch die erdgeschichtliche Entwicklung in eine asiatische und australische Tierregion geteilt. Indonesiens Inseln liegen über eine Meeresfläche von 8 Millionen qkm verstreut. Geologisch unterteilt es sich in drei Bereiche: der Westteil umfaßt Borneo im Norden und die gesamte südliche Inselkette von Sumatra im Westen bis zu Timor im Südosten, die alle dem Sunda-Schelf, einer größtenteils überfluteten Fortsetzung des asiatischen Kontinents angehören. In der Mitte liegen Celebes - östlich von Borneo - und die südlichen Molukken im Osten. Sie gehören zu einer langen, teilweise überfluteten Gebirgskette, die sich nordwärts bis hin zu den Philippinen erstreckt. Das Sahul-Schelf, zu dem Neuguinea und die nördlichen Molukken im Westen gehören, ist die nördliche Fortsetzung Australiens. Über den Norden der Großen Sundainsel Borneo zieht sich die Gebirgskette des Sunda-.Schelfs, die die Grenze zu den malysischen Staaten Sarawak und Sabah bildet. Die dicht bewaldeten zentralen Mittelgebirge fallen zu den breiten, flachen Schwemmlandsumpfgebieten hin kontinuierlich ab., Die Insel Sumatra steigt aus einem sumpfigen, waldbedeckten Tiefland im Osten zum erhabenen Barisangebirge an, das die ganze nach Südwesten verlaufende Küste beherrscht, zu dem zehn aktive Vulkane und eine Vielzahl Kraterseen, u.a. der Tobasee im Norden gehören. Südöstlich von Sumatra, jenseits der engen Sundastraße, liegt die gebirgige, dicht besiedelte Insel Java. Eine vulkanische Bergkette, die sich über die gesamte Insel hinzieht, schließt 50 aktive und 17 ruhende Vulkane ein. Die fruchtbaren Niederungen sauf beiden Seiten der Gebirgskette sind im Norden breiter als im Süden. Der vulkanische Bogen erstreckt sich über die Kleinen Sundainseln Bali, Lombok, Sumbawa und Flores nach Osten. Sumba und Timor, die im Süden der Hauptinselkette liegen, sind zerklüftet, aber nicht vulkanisch. Die Insel Celebes ist wie der Buchstabe K geformt und besteht aus gebirgigen Halbinseln, die von einem Hochlandkern ausgehen. Die lang gestreckte vulkanische Halbinsel Minahassa verläuft nach Nordosten. Neuguinea und die nördlichen Molukken ähneln landschaftlich den anderen Sunda-Schelf-Inseln. An der Nordseite liegen Berge, darunter einige Vulkane, während Neuguineas Südteil weitläufige Sumpfareale aufweist.

Klima Das Klima Indonesiens wird von den Monsunen geprägt und ist überwiegend tropisch. Die Temperaturen sind gleichmäßig hoch, bei einem Jahresdurchschnitt über 27°C, welche aber durch die Seewinde etwas gemildert werden. In den Küstengebieten liegen die Temperaturen bei 24-35°C, im Lnadesinneren 20-30°C und im Bergland 16-26°C. Ebenfalls umfangreich sind die jährlichen Niederschlagsmengen, daher liegt die Luftfeuchtigkeit ständig bei rund 80 Prozent. Größere Abkühlung nur nachts in den Bergen. Der Ost- und West- Monsun bestimmt die Regen- und Trockenzeiten des Landes. Auch in Jakarta ist es fast ganzjährig heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit und wenig Luftbewegung (Smog kommt vor). Die Monate Mai bis September sind die beste Reisezeit für Indonesien, dann ist fast überall Trockenzeit.

Flora/Fauna: Die sumpfigen Küstenlinien werden von Mangroven gesäumt, die sich zu riesigen Mangrovensümpfen in Südborneo und Ost-Sumatra ausweiten. Landeinwärts ist der größere Teil des Archipels von Wäldern bedeckt. Sie gehören zu den artenreichsten pflanzlichen Lebensräumen der Welt, doch wurden sie vielerorts durch Holzeinschlag und Besiedlung zerstört. Dort gibt es etwa dreißigtausend verschiedene Pflanzen, darunter allein viertausend Baumarten. Die Region weist auch einen einzigartigen Tierreichtum auf. Hier leben u.a. 1480 Vogelarten (16% aller Arten der Welt), von denen 370 heimische Arten sind. Von den 500 bekannten Säugearten leben etwa 100 nur auf diesem Archipel. Eine Besonderheit ist z.B. der Komodowaran, der nur auf Komodo und den benachbarten Inseln anzutreffen ist und mit einer Länge bis zu 3 m die größte "drachenähnliche" Echsenart der Erde ist.

Zeitzone: MEZ +6,0 bis +8,0 Stunde(n)