Die heißeste Zeit ist Mitte April bis Mitte Juni; an die Monsunzeit Juni bis September schließt sich im September und Oktober nochmals eine kurze Hitzeperiode an. Die Monate November bis März sind die angenehmsten Reisemonate.      

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Der indische Subkontinent, eine große Halbinsel in Südasien, hat eine Fläche, die etwa ein Drittel der Größe Europas ausmacht. Im Norden bilden die gewaltigen Gebirgsketten des Himalaja eine Barriere zum übrigen Teil Asiens. Im Westen grenzt Indien an das Arabische Meer. Im Süden liegt der Indische Ozean und im Osten das Bengalische Meer. Indien grenzt im Westen an Pakistan, im Norden an Tibet (gegenwärtig von China besetzt), Nepal und Bhutan und im Osten an Bangladesch und Myanmar.

Erdteil: Asien

Offizieller Name: Bharat (Hindi); Republic of India

Staatsführung: Präsident

Regierungsführung: Premierminister

Politisches System: Demokratisch föderale Republik laut Verfassung von 1950. Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahre. Zwei-Kammern-Parlament: Oberhaus mit 245 Mitgliedern; 12 werden vom Präsidenten ernannt, alle 2 Jahre wird ein Drittel der restlichen 233 für 6 Jahre von den Parlamenten der Bundesstaaten gewählt. Unterhaus mit 545 Abgeordneten, von denen 543 für 5 Jahre gewählt und 2 Vertreter der Anglo-Indischen Gemeinschaft vom Präsidenten ernannt werden. Der Präsident wird von einem Wahlkollegium aus Abgesandten beider Häuser sowie der Parlamente der Bundesstaaten für 5 Jahre gewählt.

Landesfläche: 3,29 Millionen qkm (Weltrang 7)

Gliederung: 28 Bundesstaaten, 7 Territorien (eine Auflistung finden Sie hier)

Hauptstadt: New Delhi

Mitgliedschaft in intern. Organisationen: Antarktisvertrag AsDB BIZ CITES Commonwealth ITTO IWC IWF UNO WTO Weltbankgruppe

Offizielle Sprache: Hindij; Englisch

Staatsreligion: keine

Währung: 1 Rupee = 100 paise

Bevölkerung: 998 056 000

Bevölkerungsdichte: 303,6 Menschen je qkm

Sprachliche Zusammensetzung der Bevölkerung: Hindi 38.77%; Telugu 7.96%; Bengali 7.56%; Marathi 7.28%; Tamilen 6.56%; Urdu 5.18%; Gujarati 4.87%; Kannada 3.95%; Malayalam 3.81%; Oriya 3.36%; Punjabi 2.73%; Assamese 1.18%; Bhili/Bhilodi 0.65%; Santhali 0.62%; Kashmiri 0.47%; Gondi 0.29%; Sindhi 0.29%; Konkani 0.23%; Dogri 0.22%; Tulu 0.20%; Kurukh 0.19%; Nepali 0.18%; Khandeshi 0.17%; Manipuri 0.13%; andere 3.15%

Religionszugehörigkeit: Hindus 80.3%; Muslime 11.0%; Christen 3.8%; Sikhs 2.0%; Buddhisten 0.7%; Jain 0.5%; Zoroastrian 0.01%; andere 1.7%.

Größte Städte: Mumbai 9,925,891; Delhi 7,206,704; Calcutta 4,399,819; Chennai (Madras) 3,841,396; Bangalore 3,302,296; Hyderabad 3,145,939; Ahmadabad 2,954,526; Kanpur 1,879,420; Nagpur 1,624,752; Lucknow 1,619,115; Pune 1,566,651; New Delhi 301,297.

Internationales Kennzeichen: IND

Nationalfeiertag: 26. Januar (Tag der Ausrufung der Republik im Jahre 1950); 15. August (Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahre 1947)

Geographische Lage: 68º O - 97º O / 8º N - 37º N

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Kanchenjunga 8598 m; längste Flüsse --> Brahmaputra (Teil) 2900 km, Ganges 2506 km.

Geographie: Die verschiedenartigen Landschaften Indiens sind ein Beispiel für die Plattentektonik (Bewegung kontinentaler Landmassen). Das Himalaja-Gebirge - das höchste Gebirge der Welt - und der Große Graben im Süden entstanden durch den Zusammenstoß zweier erdgeschichtlich alter Kontinentalplatten. Die Gebirge des Himalaja fallen nach Süden zu einer fruchtbaren Schwemmlandebene ab, die das Land in einem breiten Band von Osten nach Westen durchzieht. Die nördlichsten Ausläufer des Himalaja verlaufen quer durch das nördliche Kaschmir und ziehen sich tief in das benachbarte Tibet hinein. Sie sind die Quellgebiete der großen Flüsse Indus und Brahmaputra. Weiter südlich liegt der Hochhimalaja, dessen Gipfel immer mit Schnee und Eis bedeckt sind. Nach Süden schließt sich der Niedere Himalaja an, der in die Sandsteinketten des Siwalik-Gebirges übergeht, die Indiens nördliche Ebenen umgeben. Die Ebenen entstanden aus einem Graben, der bis zu 2000 m tief war und der nun mit Stein und Schwemmland gefüllt ist. Der Indus fließt weiter nach Südwesten bis nach Pakistan, während der Ganges durch die Ebenen nach Südosten ins Bengalische Meer fließt. Indiens anderer großer Fluß, der Brahmaputra, strömt nach Südwesten und vereinigt sich mit dem Ganges und bildet in Bangladesch und Westbengalen ein gewaltiges Delta. Im Süden liegt das massive Hochland von Dekkan mit Teilen des ältesten Gesteins der Erde.

Klima: Indien besitzt subtropisches bis tropisches, vom Monsun geprägtes Klima. Vom tropischen immergrünen Regenwald an der Malabarküste und den Monsunregenwäldern des nordindischen Tieflands bis hin zu den Trockenwäldern und Savannen des Dekhan reichen die Vegetationsformen. Von Mitte April bis Mitte Juni ist die heißeste Zeit, zwischen Juni und September ist in den meisten Regionen Monsun (Regenzeit). Auf diese Zeit folgt meist September/Oktober eine wieder eine kurze Hitzeperiode. Die erträglichste Reisezeit sind die Monate November bis März. Mitte Oktober bis Ende November ist im Südosten Regenzeit. Während der heißen Jahreszeit herrscht im Binnenland (z.B. Delhi, Agra, Hyderabad) eine trockene Hitze. Dagegen findet man an der Küste (z.B. Mumbai, Calcutta, Chennai) feuchtheißes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Schwierig ist das Reisen von Anfang Juni bis September/Oktober aufgrund der großen Niederschlagsmengen, verbunden mit häufigen Überschwemmungen, besonders entlang den Küstengebieten. Keine Probleme gibt es in den Hochlagen. Für Menschen mit Atmungs- und Kreislaufproblemen kann die hohe Luftverschmutzung in Delhi belastend sein. (laut WHO an vierter Stelle aller Großstädte der Welt).

Flora/Fauna: Heute ist weniger als ein Fünftel der Landesfläche bewaldet. Die meisten Flußmündungen haben an ihrem seewärts gewandten Ende Mangrovenwälder. Die Sundarbans an der Gangesmündung sind mit 4000 qkm einer der größten Mangrovensümpfe der Welt. In Assam im Nordosten und die Westghats an der Südwestküste wachsen feucht-tropische Regenwälder und im niederschlagsreichen Osthimalaja herrschen immergrüne Eichen und Kastanien vor. In den höheren Lagen gedeihen Rhododendren. Indiens artenreiche Tierwelt ist gefährdet, da durch Rodungen die Lebensräume der Tiere zerstört werden. Zahlreiche Naturschutzgebiete wurden geschaffen, um die Tiere vor dem Aussterben zu bewahren. Zu den geschützten Arten gehören der Indische Elefant, das Indische Rhinozeros, das Gaurarind, der Asiatische Löwe, der Tiger, der Schneeleopard, der Moschushirsch, die große indische Trappe und der Gavial.

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