Im Süden subtropisch bis tropisches Monsunklima (Sommermonsun) mit hohen Temp. (durchschn.Januar-Temp. in Kanton 13,5° C, Juli-Temp. 29° C); im Osten warm gemäßigt mit nach Norden hin zunehmend kalten Wintern; im Landesinnern Steppen- und Wüstenklima mit extremen Temperaturgegensätzen; in Tibet trockenkaltes Gebirgsklima; durchschn. Juli-Temp. in Peking 26° C durchschn. Januar-Temp. -4,7° C.

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Tibet

China ist das drittgrößte Land der Erde. Es nimmt fast ein Viertel der asiatischen Landmasse ein und grenzt an 14 Staaten. Es ist mit mehr als einer Milliarden Menschen - fast einem Fünftel der Weltbevölkerung - auch das bevölkerungsreichste Land der Erde.

Erdteil: Asien

Offizieller Name: Chung-hua Jen-min Kung-ho-kuo (People's Republic of China)

Ländername: Seit altersher nennen die Chinesen ihr Land Ching-kuo, das Reich der Mitte. Aus diesem Namen entwickelte sich in Europa die Bezeichnung China, die seit dem späten Mittelalter gebräuchlich ist.

Staatsführung: Präsident

Regierungsführung: Premier

Politisches System: Laut Verfassung von 1982 "sozialistischer Staat unter der demokratischen Diktatur des Volkes, der von der Arbeiterklasse geführt wird und auf dem Bündnis der Arbeiter und Bauern beruht". Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahre. Ein-Kammer-Parlament (Nationaler Volkskongress), formell das höchste Staatsorgan, dessen über 2900 Abgeordnete auf 5 Jahre indirekt durch die Volkskongresse der Provinzen und autonomen Regionen und Stadtbezirke sowie von der Armee (267 Delegierte) gewählt werden. Zwischen seinen Sitzungen (mindestens einmal im Jahr) übt der Nationale Volkskongress, der auch den Staatspräsidenten wählt, die Legislative zusammen mit seinem Ständigen Ausschuß aus. Die Exekutive liegt beim Staatsrat, geführt vom Ministerpräsidenten, dessen Mitglieder vom Regierungschef nominiert und vom NVK gewählt werden.

Landesfläche: 9,56 Millionen qkm (Weltrang 3)

Gliederung: 23 Provinzen

Hauptstadt: Peking

Mitgliedschaft in intern. Organisationen: Antarktisvertrag AsDB BIZ CITES ITTO IWC IWF UNO Weltbankgruppe

Offizielle Sprache: Chinesisch

Staatsreligion: keine

Währung: 1 Renminbi (yuan) = 10 jiao = 100 fen

Bevölkerung: 1 274 000 000

Bevölkerungsdichte : 133,1 Menschen je qkm

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Han (Chinesen) 91.96%; Chuang 1.37%; Manchu 0.87%; Hui 0.76%; Miao 0.65%; Uighur 0.64%; Yi 0.58%; Tuchia 0.50%; Mongolian 0.42%; Tibetan 0.41%; Puyi 0.23%; Tung 0.22%; Yao 0.18%; Koreaner 0.17%; Pai 0.14%; Hani 0.11%; Kazak 0.10%; Tai 0.09%; Li 0.09%; andere 0.51%

Religionszugehörigkeit: nicht religiös 51.9%; Chinesische Glaubensrichtungen 20.1%; Atheisten 12.0%; Buddhisten 8.5%; Muslime 1.4%; Christen 0.1%; andere 6.0%

Größte Städte: Shanghai 7,496,509; Peking 5,769,607; Tientsin 4,574,689; Shen-yang 3,603,712; Wu-han 3,284,229; Canton 2,914,281; Harbin 2,443,398; Chungking (Chongqing) 2,266,772; Nanking 2,090,204; Sian 1,959,044; Ta-lien (Dalian) 1,723,302; Ch'eng-tu 1,713,255; Ch'ang-ch'un 1,679,270; T'ai-yüan 1,533,884; Tsinan 1,480,915; Ch'ing-tao (Qingdao) 1,459,195; An-shan (Anshan) 1,203,986; Fu-shun 1,202,388; Lan-chou 1,194,640; Cheng-chou 1,159,679; Tzu-po (Zibo) 1,138,074; K'un-ming 1,127,411

Internationales Kennzeichen: VRC

Nationalfeiertag: 1. Oktober (Tag der Gründung der Volksrepublik im Jahre 1949)

Geographische Lage: 71º O - 135º O / 18º N - 53º N

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Mount Everest 8848 m; tiefster Punkt --> Turfan-Senke -154 m; längster Fluß --> Yangtsekiang 5900 km.

Geographie: China weist eine große landschaftliche Vielfalt auf. Zu den beeindruckendsten Gebieten gehören der Himalaja und das Hochland von Tibet im Südwesten, die zahlreichen Wüstenbecken im Norden, Nordwesten und Nordosten, die dichtbesiedelten Gebiete der nördlichen Ebenen und die tropische Südostküste. Das Hochland von Tibet in Südwestchina - auch das "Dach der Welt" genannt - ist das höchstgelegene Plateau der Erde. Der größte Teil liegt zwischen 4000 und 5000 m hoch und wird von einer Reihe noch höherer Gebirgsketten umrahmt. Am südlichen Ende bildet der Himalaja einen gewaltigen Schutzwall entlang der chinesischen Südwestgrenze. An der Ostseite des tibetanischen Hochlands entspringen der Mekongfluß und zwei der größten chinesischen Flüsse, der Yangtsekiang und der Hwangho. Die tiefer gelegenen Wüsten im Norden und Nordosten des Hochlandes schließen die beiden autonomen Gebiete Xinjiang und Innere Mongolei ein. Die große Takla-Makan-Wüste und das Tarim-Becken in Xinjiang sind nahezu von allen Seiten von hohen Bergen umgeben. Unmittelbar im Nordosten des Tarim-Beckens liegt der niedrigste und heißeste Platz Chinas, die Turfan-Senke mit 154 m unter dem Meeresspiegel. Weiter nordöstlich stößt die Innermongolische Hochebene auf den Südwestrand der Wüste Gobi. Hinter der Wüste Gobi beginnt die Mandschurische Tiefebene - das fruchtbare, reiche Land im Nordosten Chinas. Südwestlich der Mandschurei umschließen die Schwemmlandgebiete der Nordchinesischen Ebene den inneren Golf von Chihili - eine große Bucht des Gelben Meeres. Chinas Hauptstadt Peking sowie Tientsin liegen in diesem dichtbesiedelten Tiefland. Weiter im Landesinneren erstreckt sich nach Westen ein unregelmäßiges Plateau, das vom Flußtal des Hwangho durchschnitten wird. Das Plateau wird von einer fruchtbaren Lösschicht bedeckt, die an manchen Stellen eine Stärke bis zu 250 m erreicht. Der Lössboden färbt sogar die Wasserläufe und gibt dem Hwangho (Gelber Fluß) seinen Namen. Südlich liegt das Rote Becken von Schuan, das ringsum von Bergketten abgeschlossen ist. Der Yangtsekiang erreicht das Becken aus dem Hochland von Tibet kommend und verläßt es durch eine Schlucht nach Osten, um schließlich nordwestlich von Schanghai in das Ostchinesische Meer zu münden. Südwestlich des Roten Beckens dehnt sich das Hochland von Yunnan-Quizhou über die zentral-südlichen Provinzen Yunnan und Quizhou. In Quizhou ist der Kalkstein zu einer Karstlandschaft mit Höhlen und unterirdischen Seen und Flüssen erodiert. Erdbeben treten am häufigsten in den Hochgebirgen des Südwestens auf. Chinas Südküste ist zerklüftet und oft schroff. Die meisten Flüsse münden hier in das große Zhujiang-Delta (Perlfluß).

Klima: Ein Riesenreich wie China, weist eine Fülle unterschiedlichster Landschaften und Klimazonen auf Die Durchschnittstemperatur im Nordosten in dem Gebiet Shenyang/ Harbin liegt bei -12 bzw. -19 °C im Januar, bei 21-25 bzw. 20-23 °C im Sommer. Die Durchschnittstemperaturen in Beijing liegen bei -4,6/-2,2 °C im Januar/Februar (selbst Schneefall ist bis März möglich), bei 20 bis ca. 26 °C im Mai bis August (heiße Sommer, hohe Luftfeuchtigkeit); die beste Reisezeit sind hier Frühling und Herbst. Starke Regenfälle im Juli/August. Die Städte Chongqing, Nanjing und Wuhan am Gelben Fluß sind sehr heiß im Sommer mit starken Regenfällen. Ganzjährig hohe Luftfeuchtigkeit existiert in Shanghai; der August ist mit Temperaturen um 35 °C der heißeste Monat, von Dezember bis März ist es verhältnismäßig kühl (im Schnitt 4-8 °C). Regen ist immer möglich. Fast subtropisch ist es im Süden (ab Xiamen, in Guilin, Guangzhou), während der Wintermonate erreichen die Temperatur nie unter 10 °C, sehr heiß mit ca. 30 °C im Sommer, ganzjährig hohe Luftfeuchtigkeit. Geringster Regenfall im Dezember bis Januar.

Flora/Fauna: Den Nordosten, den Süden und die Ostseite des Hochlands von Tibet bedecken dichte Wälder. Südlich des Yangtsekiang weicht Mischwald immergrünen Laubbäumen und später tropischem Regenwald und einigen Mangroven an der Südküste. Nördlich des Yangtsekiang werden breitblättrige Bäume durch gemischte nördliche Laubbaumarten und schließlich durch Nadelbäume abgelöst. In den Wüstenbecken des Nordwestens weicht ein Übergangsstreifen von offenem Baum- und Grasland an den Rändern der Steppe salzharten Sträuchern, bis das "tote Herz" der Wüste, wo nichts mehr wächst, erreicht wird. Ebenso vielfältig ist die Tierwelt Chinas. Viele Arten leben nur in Tibet und seiner unmittelbaren Umgebung, so das Yak (ein Wildrind) und das Takin, ein "Verwandter" des Moschusochsen. Die Wälder von Südtibet und Sichuan sind die einzige Heimstatt der Kleinen Pandas. Die Großen Pandas leben nur noch in den Bambuswäldern von Sichuan und gehören zu den seltensten und gefährdesten Arten überhaupt. Im Norden und Westen sind unter anderem Wildesel, Gazellen, Wölfe und Wildkamele vertreten. Im Südosten gibt es regionaltypische Säugetiere wie Leoparden, Tiger, Büffel, Zibetkatzen und Affen.

Zeitzone: MEZ +7,0 Stunden